Warum kein Soja

ja warum eigentlich kein Soja?

Meine Meinung zu Soja hat sich im Laufe der Jahre geändert. Früher, das heißt als meine Kinder noch klein waren und ich in der Woche fleischlos gekocht habe, war ich der Meinung ich kann den Eiweißbedarf am einfachsten durch Soja decken.

Meine lieben Kinder haben mich dafür „gehasst“ (ist vielleicht etwas krass gesagt), später dann  wurde ich ständig damit aufgezogen. Jede essbaren Teile, die ich zubereitet hatte,  wurden untersucht und mit „ist mit großer Wahrscheinlichkeit aus Soja!“ kommentiert. Das wäre schon Grund genug gewesen kein Soja zu verwenden.

Heute bin ich der Meinung wir haben genug andere Proteinquellen und Soja ist in den letzten Jahren nicht  nur durch die Gentechnik in Verruf gekommen sondern auch durch andere Nachteile in die Einkaufsliste nach ganz unten gerutscht.

  1. Der Soja-Boom hat oft verheerende Folgen für die Umwelt. Sojafelder fressen sich in wertvolle Wälder und seltene Savannen wie den brasilianischen Cerrado, die artenreichste Savanne der Welt. Gewässer werden zudem durch erheblichen Pestizid- und Düngereinsatz verschmutzt.
  2. Jährlich werden dem WWF zufolge in Deutschland rund 4,5 bis 4,6 Millionen Tonnen Sojaschrot in der Futtermittelindustrie eingesetzt. Herkunftsländer sind vor allem die USA, Brasilien oder Argentinien. In Lateinamerika sind bereits über 70 Prozent der Sojaplantagen mit transgenem Saatgut bestückt. In Argentinien sind über 90 Prozent der Soja gentechnisch verändert. Was jetzt natürlich dafür spricht auf Fleisch zu verzichten.
  3.  Bei den Bodybildern ist Soja als Eiweißquelle sehr beliebt.  Amerikanische Forschungen haben gezeigt, dass der übermäßige Konsum von Phytoöstrogenen, enthalten im Soja, zu einer reduzierten Libido und Erektionsproblemen führen kann.  Phytoöstrogen ist ein Hormon, wirkt aber nicht wie Östrogen im chemischen Sinne, trozdem hat es einen Einfluss auf den Hormonhaushalt und kleine Kinder sollten keine Sojamilch als Kuhmilchersatz trinken. Die in der Milch enthaltenen Hormone können im Kleinkindalter die Drüsen schädigen. Phytoöstrogen wird  auch bei Frauen in den Wechseljahren in Hormontherapien eingesetzt.
  4. Nicht zu vergessen, dass Soja hohe Konzentrationen an Phytinsäure enthält und die wiederum in der Lage ist, Mineralien und Spurenelemente im Darm zu binden und deren Resorption zu binden, im Besonderen Magnesium, Kalzium, Kupfer, Eisen und Zink. Das allerdings ist auch ein Problem bei Brot-und Getreideprodukten. Bei gekeimten oder fermentierten Sojaprodukten wie Tempeh, Natto, Miso, Soja-Soße ist die Konzentration deutlich geringer.
  5. Bei Schilddrüsenproblemen, besonders bei der Autoimmunkrankheit Hashimoto sollte sehr vorsichtig mit Soja umgegangen werden. Die Soja-Phytoöstrogene (Isoflavone: Genistein, Daidzein) hemmen die Synthese von Thyroid-Hormonen. Das heißt, Soja-Isoflavone wirken anti-thyroid.. Tyrosin ist ein aktives Thyroidhormon und reguliert das Wachstum. Niedrige Tyrosin-Spiegel im Blut sind ein Zeichen von SD-Unterfunktion.

Proteinriegel, Mayonnaise, Margarine, Fleischersatz, Backwaren, Müslis, Suppen, Soßen oder Nahrungsergänzungsmittel sind angereichert mit Sojaprotein in Form von Mehl

Mein Fazit

Die Summe macht`s wie immer im Leben. Wenn Soja, dann nur aus natürlich ökologischem Anbau und gleichzeitig fermentiert. Als Eiweißquelle muss ich das nicht haben und wenn jeder Deutsche in der Woche 2 vegane Tage einlegt, dann müssten auch nicht soviel Wälder abgeholzt werden, um für Soja-Viehfutter Platz zu machen.

Das ist also meine Meinung dazu und ich respektiere selbstverständlich andere Meinungen zu diesem Thema (auch wenn es mir schwer fällt)

 

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