Weihnachten und Kekse backen

Spekulatius

Spekulatius

war in meiner Kindheit immer das Schönste. Wir haben oft in der Wohnküche meiner Oma gesessen und geholfen, wenn Kekse gebacken wurden. Der Duft von Zimt, Koriander, Ingwer und Nelke zog durch die Küche bis nach draußen und hatte ganz sicher viele Glückshormone freigesetzt. Beim Backen haben wir auf jeden Fall nie gestritten.

Da war ich dann mal los, hier in Lüneburg und  habe einfach ein paar Sachen im Bioladen gekauft und angefangen zu backen, damit ich mir ein bisschen „Oma-Weihnachts-Feeling“ einfangen konnte. Für meine veganen Spekulatius brauchte ich nicht so viele Zutaten…..

Meine spekulatiusform von Lurch hatte ich schon in der Küche liegen. Die Form ist aus Silikon und liefert ein hervorragendes Backergebnis. Der Teig muss allerdings wirklich in die Form gedrückt werden, damit man die Muster sieht. Beim ersten Mal habe ich etwas geschwächelt und den Teig einfach nicht genug in die Form gedrückt und es gab nur ein zartes Muster. Der nächste Durchgang war viel besser und durch das Backen in der Form wurden die Spekus richtig knusprig. Dann noch ein paar Kekse ausgestochen und gestempelt (Keksstempel), ging super gut und schnell. Den Teig habe ich zwischen Plastikfolie ausgerollt, damit er nicht so klebt und ich nicht mehr Mehl dazugeben musste.

Zutaten für die knusper-köstlichen veganen Spekulatius (ca. 48 – 60)

  • 500g Dinkelmehl 1050 oder Weizenmehl 1050
  • 250g Alsan (bio Margerine zum Backen) oder anderes veganes Fett
  • 180g Vollrohrzucker
  • 120-150 ml Mandelmilch oder andere pflanzliche Milch
  • 3 gestr. Tee. Spekulatiusgewürz oder Lebkuchengewürz
  • Vanille, Prise Salz
  • 2,5 Teel. Backpulver
  • etwas Orangenöl oder abgeriebene Orangenschale (optional)

alle Zutaten mit der Hand zu einem festen Teig kneten und eine Stunde kühl stellen. Eine Handvoll abnehmen und zwischen Folie oder einem aufgeschnittenem Gefrierbeutel dünn ausrollen. Für die Spekuform habe ich eine knapp Walnuß große Teigkugel ausgerollt und auf ein Motiv gelegt, die Kanten abgeschnitten und in der Form fest angedrückt oder einfach die Kugel fest in das Motiv drücken und ausfüllen. Wer dazu keine Lust hat, kann den Teig auch einfach nur ausstechen und eine Figur mit einem Keksstempel eindrücken.

Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (Umluft 165 Grad) ca. 15 – 20 Minuten backen. Sie sollten hellbraun werden.

Warum ich Mehl mit einem Ausmahlungsgrad von 1050 genommen habe?

Weizenmehl lässt sich in verschiedene Typen unterteilen: 405, 550, 812, 1050 und 1600. Die Zahl spiegelt dabei den Ausmahlungsgrad und Gehalt an Mineralstoffen wieder – unter anderem Kalium und Magnesium. So enthält zum Beispiel die Type 405 durchschnittlich 405 Milligramm Mineralien pro 100 Gramm Mehl – wobei der tatsächliche Gehalt abweichen kann. Je höher die Zahl, desto mehr der gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffe kommen im Getreideprodukt vor. Neben dem Mineraliengehalt steigt mit dem sogenannten Ausmahlungsgrad des Mehls auch die Menge an Ballaststoffen, B-Vitaminen und pflanzlichem Eiweiß.

Da sich der größere Teil der Nährstoffe in der Getreideschale befindet, mahlen die Hersteller für die Typen 812 oder 1050 – das sind Mehle mit hohem Ausmahlungsgrad – mehr Schalenanteil mit. Für die hellen Typen 405 und 550 dagegen, verarbeiten sie vorwiegend den Mehlkern, der reich an Kohlenhydraten wie Stärke und Kleber-Protein (Gluten) ist. Diese verleihen den Weizenmehlen ihre guten Backeigenschaften. hier mehr

 

vegane Spekulatius

vegane Spekulatius

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4 Gedanken zu “Weihnachten und Kekse backen

  1. Oh, wie schön die Kekse aussehen! Ich glaube, ich sollte mir auch einmal so eine schöne Spekulatiusform zulegen. Obwohl ich alle möglichen Formen und Förmchen habe, musste ich gerade feststellen, dass mir so eine noch fehlt… 😉

    Liebe Grüße
    Jenni

    Gefällt 1 Person

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